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6:2 - wer hätte das gedacht……

19.11.2018 18:14 Kategorie: Seniorenmannschaften
Von: Christian Tagsold

Unglückliches 6-2 am Volkstrauertag.

Erneut 6-2 gewonnen, aber dieses Mal fühlte es sich eher unglücklich an. Zu Gast war Heinsberg, der Absteiger aus der Regionalliga. Wir waren nicht ganz in Normalbesetzung, aber dafür umso jünger. Norbert H. und ich waren heute mehr als doppelt so alt wie jeder andere Spieler im Team! Vermutlich waren die anderen sechs zusammen sogar nur ein wenig älter wie wir zwei in der Addition ;-).

Heinsberg trat krankheitsbedingt ohne das etatmäßige Brett 1 an und war auch sonst nicht in Idealbesetzung. Der niederländische Anteil des Teams spielte in Belgien (!), so dass am Ende nur sieben Heinsberger bei uns antraten. Damit hatte Lennart an Brett 3 einen ruhigen Tag – es stand kampflos 1:0 für uns. 

Ansonsten begann das Match recht umkämpft. In der vierten Stunde passierte allerdings das, was wir in den letzten Jahren des Öfteren erlebt haben: Die Gegner brachen reihenweise ein. Erst stellte mein Gegenüber zweizügig einen Turm weg, nachdem er schon aus der Eröffnung heraus heftig unter Druck geraten war, sich aber relativ umsichtig befreit und eigentlich fast ausgeglichen hatte. Dann ging es Schlag auf Schlag. Nobert H. brachte eine solide Positionspartie nach Hause – die beiden alten Herren hatten also vorgelegt, doch die jungen zogen schnell nach. Alex B. gewann nach taktischen Verwicklungen, Fabian überspielte seinen Gegner mit einer feinen Angriffspartie und Julian drückte seinen Gegner auf den letzten beiden Reihen zusammen. So stand es also nach knapp vier Stunden schon 6:0.

Dann allerdings musste Alptug die Segel streichen. Er hatte sich in einer spannenden und durchaus ungewöhnlichen Stellung einmal schlichtweg verrechnet und war mit zwei Bauern weniger in die Defensive geraten. Die letzte Partie verlief dann extrem ärgerlich aus unserer Sicht. André hatte sich mit einem schönen taktischen Schlag einen Bauern gesichert, dann den weißen Druck geschickt abgefedert, um schließlich in einem aussichtsreichen Endspiel zu landen. Sein Gegner ließ dabei zunächst mehr zu als unbedingt nötig. Schließlich aber überzog André mit seinen Gewinnversuchen und wurde mit einem spektakulären, studienartigen Zug ausgehebelt. Statt 7-1 oder wenigstens 6,5-1,5 stand es also wieder einmal 6-2. Sicherlich ist das nicht das schlechteste Resultat, aber die Art, wie wir den letzten Brettpunkt eingebüßt haben, war frustrierend.

Allerdings war Heinsberg ein wirklich sehr netter, fairer und entspannter Gegner, so dass sich diese finale Wendung deutlich leichter verkraften lässt – zumal der entscheidende Zug wie gesagt beeindruckend war!