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Knapper Sieg und bestürzende Nachrichten aus Elberfeld

18.11.2019 18:27 Kategorie: Seniorenmannschaften
Von: Christian Tagsold

Unser Match heute war ziemlich aufregend, aber all das tritt heute angesichts der schrecklichen Nachrichten aus Elberfeld in den Hintergrund. Andrea Schmidt, meine Gegnerin im letzten Spiel vor sechs Wochen, ist gestern wohl völlig unerwartet verstorben. Der Wettkampf zwischen der Elberfelder SG II und dem OSC Rheinhausen wurde folgerichtig auch erst einmal absagt. Wir hatten zwei Mannschaftskämpfe, bei denen Andrea Schmidt gegen uns gespielt hat und ich hatte den Eindruck, dass sie sich auf vielen Ebenen für unser Spiel begeistert hat – in Elberfeld aber z.B. auch bei Mülheim-Nord in der 2. Bundesliga der Frauen. Uns bleibt nur, ihrer Familie und auch den Schachfreunden aus Elberfeld viel Kraft zu wünschen! Wir können nur ahnen, wie groß der Verlust für alle sein muss und Schach ist eben einfach manchmal auch nicht so wichtig – heute zum Beispiel.

Tja, nach dieser schockierenden Einleitung also zu unserem Kampf gegen Ratingen… Es war sehr spannend, selbst wenn unser Sieg wohl letztendlich halbwegs souverän war. Aufregend war es vor allem bei Julian und mir und so kam auch die Spannung ins Match – bei einem Kurzremis waren die fünf übrigen Partien relativ klar im Verlauf mit dem besseren Ende für uns. Die drei Siege von Andre, Vladi und Julius waren zunächst einmal sehr eindeutig und deshalb habe ich es auch gewagt, unseren Sieg irgendwie doch „souverän“ zu nennen. Andre hatte aus der Eröffnung heraus schon erst einen, dann zwei Bauern gewinnen können und schnell auch eine Qualität. Weiß hatte dafür keine Kompensation und so steuerte die Partie ihrem sicheren Ende entgegen. Ähnlich einseitig lief es bei Julius ab. Die passive schwarze Partieanlage bestrafte Julius sehr überzeugend. Da Vladi mit Weiß wieder zur alten Form gefunden hatte und seinen Gegner konsequent überspielte, stand es nach dreieinhalb Stunden 3,5:1,5 für uns. Lennart hatte in der Nacht wenig Schlaf bekommen und deshalb schnell remisiert. Fabian hätte in einer komplizierten und obskuren Stellung sehr genau spielen müssen, um im Spiel zu bleiben, aber das gelang ihm leider nicht. 

Dann begann der dramatische Teil. Ich hatte etwas ungenau in ein Endspiel mit einem Mehrbauern abgewickelt und mir das Leben damit selber schwer gemacht. Mein Gegner verteidigte sich sehr gut mit einem deutlich besseren Blick für gute Züge als ich und hätte sich das Remis sicher redlich verdient gehabt, fiel aber bei fast leerem Brett in eine „Falle“ und musste sich am Ende doch geschlagen geben. Da Alptug schon früh auf die Verliererstraße geraten war und Julians Partie überaus chaotisch verlief, verschaffte uns erst dieser leicht glückliche ganze Punkt Ruhe. Alptug wehrte sich zwar heroisch nach Kräften und konnte die Partie fast noch drehen, musste sich am Ende aber doch geschlagen geben. Julian hatte zuguterletzt dann Dauerschach.

Endergebnis Ratinger SK 2 - SFD 75 I 3-5