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Vorne top, hinten flop?

01.11.2019 16:17 Kategorie: Seniorenmannschaften
Von: Christian Tagsold

Die Überschrift stimmt zumindest für die ersten beiden Bretter uneingeschränkt – an den beiden hinteren war es im Achtelfinale des Bezirkspokals am Donnerstag Abend in Niederheid zumindest nicht ganz so schlimm. Zu Gast war Hilden, nominell als NRW-Klassenverein eine Liga über uns. Aber wir traten fast in Bestbesetzung an und damit war klar, dass wir rein von den Wertungszahlen her betrachtet als Favorit in den Kampf gehen würden. Da Hilden zudem in einer Mischung aus erster und zweiter Mannschaft angereist war, hatten wir tatsächlich an allen Brettern einen Vorteil von rund 200 DWZ. 

An Brett 1 spielte Julius mit Schwarz eine sehr überzeugende Partie und ließ über die vier Stunden Spielzeit kaum Zweifel über den Ausgang aufkommen. Der schwarze Druck baute sich immer mehr auf und mündete in einen für Weiß schwer zu verteidigenden Angriff. An den anderen Brettern war die Lage nicht so eindeutig. Lennart stand an 2 im Mittelspiel etwas unsicher. Auf Brett 3 entwickelte sich ein beiderseitiges Zeitnotdrama. An 4 konnte ich zwar optische Vorteile reklamieren und hätte wohl an einer Stelle tatsächlich zumindest einen Bauern gewinnen können. Nachdem ich diese Chance aber verpasst hatte, verflachte die Partie zusehends und Weiß machte wenig Anstalten, auf mehr als ein Remis zu spielen. Dafür hatte sich das Blatt bei Lennart gewendet, der seinen Gegner geschickt ausgekontert hatte. Mit diesem Punkt und einer Gewinnstellung bei Julius fiel es mir dann leichter, mich ins letztlich Unvermeidliche zu fügen und Remis zu bieten. So lief am Ende nur noch die Partie von Julian, wo sich die Kontrahenten mit nur noch Sekunden auf der Uhr in chaotischen Zügen überboten: Ein übersehenes einzügiges Matt, ein eingestellter, aber nicht abgeholter Turm und am Ende die Frage, ob denn nun die 40 Züge überhaupt erreicht seien… Angesichts des mittlerweile eindeutigen Spielstandes willigte Julians Kontrahent schließlich nach überstandener Zeitnotphase in ein Remis ein, obwohl seine Stellung doch sehr vielversprechend war.

Insgesamt war der Kampf zwar lang, aber doch im Verlauf sehr eindeutig. Das Viertelfinale findet wahrscheinlich Ende November/Anfang Dezember statt. Außer Ratingen 1, die in Runde 1 von unserem Achtelfinalgegner Hilden eliminiert wurden, ist noch kein großer Name rausgeflogen, so dass die nächste Runde wieder sehr spannend werden dürfte.

Endergebnis SFD 75 I - SV Hilden I : 3 - 1