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Pokalsensation in Niederheid: SFD-Süd erreicht das Halbfinale im NRW-Pokal!

26.05.2019 19:58 Kategorie: Seniorenmannschaften
Von: Christian Tagsold

Für die Pokalzwischenrunde durften wir an diesem Wochenende als Gastgeber agieren. Mit Moers, Bad Godesberg und Mülheim-Nord konnten wir einen alten Bekannten aus der Verbandsliga und zwei weit höherklassige Vereine in Niederheid begrüßen. Doch wie die Überschrift schon verrät, konnten wir uns sensationell durchsetzen!

Am Samstag morgen wurden wir Mülheim-Nord zugelost, was sich als an sich machbare aber letztlich doch komplexe Aufgabe herausstellte. Der Bundesligist war nämlich mit einer jungen Truppe von Spielern der dritten und vierten Mannschaft angereist, so dass wir sogar leichte DWZ-Favoriten waren. Der Kampf begann reichlich skuril. Alptug bekam schon nach wenigen Zügen ein Remisangebot. Da er als einziger von uns in Sachen Rating leicht schlechter als sein Gegner war, hätten wir eigentlich misstrauisch werden sollen. Das Mülheimer Brett 1 hatte scheinbar eine typische Abwicklung in der Eröffnung gewählt, in Wahrheit aber eine Figur eingestellt. Da er das noch im Ziehen bemerkt hatte, hatte er direkt ein Remisangebot hinterhergeschickt. Alptug, in den letzten Mannschaftskämpfen extrem stark, schöpfte leider nicht Verdacht und so stand es 0,5:0,5 – an sich ein guter Auftakt, aber eben nicht so… Am Ende sollte sich das Remis allerdings als sehr wichtig erweisen, so dass die „Kurzpartie“ vielleicht äußerst seltsam war, uns jedoch letztendlich weiterhalf. Nach knapp zwei Stunden konnte ich mit einem Sieg nachlegen. Mein junger Gegner zog überaus schnell und begann erst nachzudenken, als es längst zu spät war. Julian an Brett 2 und Lennart an 3 standen zu diesem Zeitpunkt sehr ordentlich, so dass alles vielversprechend aussah. Leider wurde Lennart dann nach und nach überspielt und Mülheim glich aus. Aufgrund der Berliner Wertung musste Julian nun gewinnen – da er die verhaltene weiße Eröffnung gut gekontert und einen Bauern gewonnen hatte, waren wir weiter optimistisch. Die Umsetzung erwies sich freilich als sehr schwierig. Erst nach sechs Stunden konnte Julian schließlich entscheidend durchbrechen und uns den Sieg sichern – eine wirklich große spielerische und kämpferische Leistung! Damit qualifizierten wir uns für das Viertelfinale gegen Bad Godesberg, das mit Moers im parallelen Kampf zwar einige Mühen gehabt hatte, sich aber letztendlich doch sicher durchsetzen konnte. Unter den letzten acht Teams in NRW zu stehen war auf jeden Fall schon einmal ein unglaublicher Erfolg und der Auftakt der Zwischenrunde absolut gelungen! Am Samstag abend, als ich diesen Bericht schon einmal vorformuliert hatte, standen hinter dem letzten Satz noch drei Ausrufrezeichen – aber nach dem heutigen Sonntag habe ich mir die für den zweiten Teil des Wochenendberichts aufgehoben!

Sonntag ging es also gegen Bad Godesberg. Das Team war schon am Samstag sehr gut besetzt gewesen, trat gegen uns aber noch einmal mit einer weiteren Verstärkung an. Im Schnitt brachten die Godesberger knapp über 2200 DWZ-Punkte an die Bretter. Die halbe Stammmannschaft, die diese Saison in der NRW-Klasse den dritten Platz belegt hatte, war angetreten. Trotzdem rechneten wir uns natürlich Außenseiterchancen aus. An Brett 2 musste Julian leider nach einer eigentlich ordenlichen Stellung aus der Eröffnung heraus als erster aufgeben. Allerdings sah der Kampf da durchaus weiterhin spannend aus. Alptug hatte sich an Brett 1 eine dominante Stellung gegen seinen 2249er erspielt und Lennart stand auch nicht schlecht. Ich hatte allerdings im Mittelspiel nicht aufgepasst, einen vielversprechenden Positionsvorteil verspielt und musste ums Remis kämpfen. Alptugs Partie entwickelte sich jedoch immer besser – was auch dringend nötig war, um uns im Rennen zu halten. Mit einem Remis an 1 hätten wir schon Riesenprobleme nach Berliner Wertung gehabt. Doch Alptug spielte ganz groß auf und bei den Godesbergern stieg die Anspannung. Tatsächlich kam nun auch Lennart immer besser ins Spiel, während ich eine Festung errichten hatte können. Als Alptugs Gegner dann die letzten Tricks im Endspiel ausgegangen waren, waren wir auf der Siegerstraße. Mein Gegner gab seine letzten Gewinnversuche auf und Lennart machte kurz darauf mit sehr guter Endspieltechnik alles klar – 2,5 für uns, und das sicher nicht glücklich, sondern hochverdient. Und damit sind wir im Halbfinale des NRW-Pokals unter den letzten vier!!! Da sind sie also, die Ausrufezeichen, die ich für den Samstag wieder rausgenommen habe. Das ist sicher eine Sensation – aber wenn wir schon so weit gekommen sind, schauen wir doch einmal, was noch geht.